, SK Breitenfurt

Heimspiel gegen Sommerein wegen COVID19-Vorgaben abgesagt!

Der Vorstand des SK Breitenfurt hat in einer Sondersitzung am 12.10. beschlossen das kommende Meisterschaftsspiel gegen Sommerein wegen der COVID-Vorgaben der NÖ Landesregierung nicht auszutragen. Damit geht der SKB auch den Weg, den 12 andere Vereine der Liga einschlagen wollen.

Die Entscheidung ist nicht leicht gefallen.

Der Vorstand hat einige Überlegungen angestellt um doch die Meisterschaftsspiele zu Hause durchzuführen ohne einen 100%igen Einnahmeverlust zu haben. Alle diese Ideen sind aber der Verunsicherung rund um die COVID-Maßnahmen und den damit zusammenhängenden Strafandrohungen zum Opfer gefallen. Am Montag hat man sich dazu entschlossen, sollte es kein Einlenken der NÖ Landesregierung betreffend des Zuschauerverbotes bei Meisterschaftsspielen in "orangenen" Bezirken (COVID-Ampel) geben, die Heimspiele in Breitenfurt allesamt abzusagen. Heute Mittwoch wurde einmal als erstes Zeichen, dass wir es ernst meinen, das Heimspiel gegen Sommerein mit dieser Begründung abgesagt. 

12 andere Vereine in der Liga haben sich in einer Absprache auch dazu bekannt Ihre Heimspiele nicht auszutragen. Einzig Perchtoldsdorf und Götzendorf wollen auch ohne Zuschauer weiterspielen. Mit Stand Mittwoch 15:00 Uhr haben erst 3 Mannschaften Ihr nächstes Heimspiel abgesagt (Schwadorf, Maria Lanzendorf, Haslau). Wampersdorf und Bruck/Leitha dürften noch überlegen. Seitens des SKB werden auch die weiteren Heimspiele abgesagt werden, wenn es keinen Kurswechsel in der Landesregierung gibt. 

Die Begründung des Vorstandes für diese Entscheidung ist einfach erklärt:  
Meisterschaften ohne Zuschauer machen für niemanden einen wirklichen Sinn. Es entstehen viele Kosten (Schiedsrichter, Linienrichter, Zeugwart), die nicht gedeckt sind. Selbst bei einem kompletten Verzicht des Mannschaftskaders auf deren Entschädigungen ist eine Weiterführung der Meisterschaft unter diesen Bedingungen sehr schwierig. Denn auch Trainings für Spiele kosten im Herbst/Winter Geld (Stichwort Flutlicht, Platzinstandhaltung, Platzwart), welches verdient werden muss. Der SK Breitenfurt kommt neben den Meisterschaftskosten auch für alle Betriebskosten (Strom, Gemeindeabgaben, Wasser, Heizung) und die Erhaltungskosten (Platzinstandhaltung, Trainingsuntensilien, usw.) selbst auf. Die Finanzierung erfolgt großteils durch Sponsoren, Mitgliedsbeiträge, Feste, Eigenleistungen (wie Trainingscamps) und nicht zuletzt durch Heimspiele der Kampfmannschaft. 10% des benötigten Jahresbudgets steuert dabei die Gemeinde Breitenfurt bei.  Die Sorgfaltspflicht des Vorstandes verlangt es, dass man mit den Geldern sorgsam umgeht und wirtschaftliche Berechnungen anstellt. Und das haben wir gemacht! 

Beim Jugendbetrieb gibt es aktuell zumindest nur sinnvolle Einschränkungen im Meisterschaftsbetrieb. Somit ist gewährleistet, dass der Jugendbetrieb normal weiterlaufen kann. Daher wird der Verein auch nicht auf das für die Jugend bereitgestellte Jahresbudget für 2020/21 zurückgreifen um die Kampfmannschaft zu finanzieren. Das alles in der Hoffnung man bekommt aus irgendeinem Bundesfond das Geld zurück. Dieser Illusion wollen wir uns nicht hingeben, da wir schon im Sommer gesehen haben an welche Bedingungen diese Fondstöpfe oft geknüpft sind und wie lange es dauert bis die Gelder fließen. 

Ausserdem darf man nicht vergessen, dass wir aufgrund der COVID-Maßnahmen und -Ängste wahrscheinlich heuer auch nicht im Winter in der Halle trainieren werden. Somit sind wir gezwungen so lange es geht auf dem Trainingsplatz (bei Flutlicht) zu bleiben und uns vermehrt auf Kunstrasenplätze einzumieten, was alles aber mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. 

Wir wollen über den Winter auch weiter Fussballspielen (zumindest ordentlich trainieren) können, unsere Stromrechnungen und Heizungsrechnung zahlen können und unseren Jugendbetrieb so lange wie möglich uneingeschränkt aufrecht erhalten können. Daher müssen wir auch so entscheiden - auch wenn uns unendlich schmerzt.